{"id":128,"date":"2010-12-03T15:20:22","date_gmt":"2010-12-03T13:20:22","guid":{"rendered":"http:\/\/kulturpro.wordpress.com\/?p=128"},"modified":"2010-12-03T15:20:22","modified_gmt":"2010-12-03T13:20:22","slug":"als-nachstes-veroffentlicht-wikileaks-interna-des-deutschen-kulturbetriebs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/?p=128","title":{"rendered":"Als n\u00e4chstes ver\u00f6ffentlicht Wikileaks Interna des deutschen Kulturbetriebs"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\"><a href=\"http:\/\/wikileaks.ch\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-129\" title=\"Wikileaks\" src=\"http:\/\/newsic.org\/kulturpro\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/wlogo.png?w=130\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/wlogo.png 168w, http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/wlogo-130x300.png 130w\" sizes=\"(max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/><\/a>Die von Julian Assange vertretene Enth\u00fcllungplattform Wikileaks ist \u00fcber die Adressen <a href=\"http:\/\/213.251.145.96\/\">http:\/\/213.251.145.96\/<\/a> <a href=\"http:\/\/204.236.131.131\/\">http:\/\/204.236.131.131<\/a> und <a href=\"http:\/\/wikileaks.ch\/\">wikileaks.ch<\/a> im Internet weiterhin erreichbar, nachdem der DNS-Provider die Domain wikileaks.org abgeschaltet hat. (Quelle <a title=\"Link zum Artikel bei netzpolitik.org\" href=\"http:\/\/www.netzpolitik.org\/2010\/dns-provider-nimmt-wikileaks-org-vom-netz\/\" target=\"_blank\">netzpolitik.org<\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Spannend ist der folgende Bericht von dradio.de, der ank\u00fcndigt, da\u00df Wikileaks demn\u00e4chst Interna aus der deutschen Kulturpolitik ver\u00f6ffentlichen wird:<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Wikileaks ver\u00f6ffentlicht jetzt auch die Geheimnotizen der &#8222;Kulturdiplomatie&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><em>Von Arno Orzessek<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Ob Wikileaks als wichtiges Aufkl\u00e4rungsmedium oder aber der  Scharlatan der Schein-Information zu gelten hat, ist noch nicht  ausdiskutiert. Die Welt der Kulturdiplomatie sollte jedenfalls  aufhorchen: Demn\u00e4chst wird Wikileaks ein ganzes &#8222;Kulturkonvolut&#8220; mit  Interna des deutschen Kulturbetriebs ins Netz stellen.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<div style=\"text-align:justify;\">\n<p><!--more-->Dass die rund 12.500 Dokumente, die Wikileaks in den n\u00e4chsten Tagen  online stellt, dem Deutschlandfunk und nicht dem &#8222;Spiegel&#8220; zur Sichtung  \u00fcberlassen wurden, erkl\u00e4rt sich leicht:<\/p>\n<p>Das intern so genannte  &#8222;Kultur-Konvolut&#8220; enth\u00e4lt delikate E-Mails zwischen Julian Assange und  den &#8222;Spiegel&#8220;-Chefredakteuren Georg Mascolo und Matthias M\u00fcller von  Blumencron.<\/p>\n<p>Die Mails belegen, dass Assange mit dem &#8222;Spiegel &#8220;  eine Art Knebelvertrag hat. Bis 2013 muss das Nachrichtenmagazin pro  Kalenderjahr drei Titel-Storys \u00fcber Wikileaks-Enth\u00fcllungen  ver\u00f6ffentlichen, andernfalls wird k\u00fcnftig der &#8222;Focus&#8220; bevorzugt bedient.<\/p>\n<p>Nicht  nur in diesem Punkt zeigt das Kultur-Konvolut, dass die Hacker, die das  Material auf privaten und institutionellen PCs und sogar durch  Telefon-\u00dcberwachung erbeutet haben, Insider sein m\u00fcssen mit pr\u00e4zisen  Ideen, wo nach dem Skandal\u00f6sen zu fahnden sei.<\/p>\n<p>Es steht nun  fest, dass Guido Westerwelle w\u00e4hrend der schwarz-gelben  Koalitionsverhandlungen im letzten Herbst die Verantwortung f\u00fcr das  Goethe-Institut dem designierten Entwicklungsminister Dirk Niebel  zuschieben wollte.<\/p>\n<p>In einer Sitzungspause machte Westerwelle  Niebel auf die vielen Dritt-Welt-Institute aufmerksam und br\u00fcstete sich,  noch nie eine Zeile von Goethe gelesen zu haben. &#8211; &#8218;Ja denkst Du denn,  ich?&#8216;, fragte Niebel erbost zur\u00fcck. Woraufhin die FDP-Minister in spe  von Anette Schavan, CDU, wissen wollten, ob die Abschiebung des  Instituts ins Entwicklungsministerium vom erweiterten Kulturbegriff  gedeckt sei. Schavan beschied abschl\u00e4gig.<\/p>\n<p>Vorl\u00e4ufig letzter Akt  des Ganzen: Nach der Rede, die Westerwelle im Oktober 2010 auf der  Jahrestagung des Goethe-Instituts hielt, ohne Institut oder Kultur zu  erw\u00e4hnen, lie\u00df er seinem Ehemann die Nachricht zukommen: &#8222;Echt \u00f6de war  das! Aber der Goethe-Pr\u00e4sident, der Klaus-Dieter Lehmann, der ist schon  ziemlich flott.&#8220;<\/p>\n<p>Ein weiteres Mal spielt das Ausw\u00e4rtige Amt im  Kultur-Konvolut insofern eine Rolle, als dass FAZ-Herausgeber  Schirrmacher Marcel Reich-Ranicki um Rezension des Entlarvungsbuchs &#8222;Das  Amt&#8220; bat. Reich-Ranicki m\u00f6ge bitte die zwielichtige Rolle von Ernst von  Weizs\u00e4cker im Rahmen der Endl\u00f6sung beleuchten und sich zur  Glaubw\u00fcrdigkeit des Unschuldsengels Richard von Weizs\u00e4cker,  Bundespr\u00e4sident a. D., \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>&#8222;Mir war immer klar, dass die  Weizs\u00e4ckers mehr braunen Dreck am Stecken haben, als sie zugeben&#8220;, hei\u00dft  es im Telefonmitschnitt im RR-Originalton. &#8222;Aber ich will daran nicht  mehr denken, Schirrmacher. Ich werde bald hundert, und so f\u00fchle ich mich  auch.&#8220;<\/p>\n<p>Dokumente beweisen, was oft vermutet wurde: Roger  Willemsen ist der wahre Autor der &#8222;Feuchtgebiete&#8220;. Unbekannt war, dass  Charlotte Roche die missratenen Fragmente ihres Erstlings an Helene  Hegemann verkauft hat, die daraus &#8222;Axolotl Roadkill&#8220; machte und ihre  eigenen Versuche wiederum an Sarah Kuttner weitergab, die diese aber  wegwarf und selbst mit dem Roman &#8222;M\u00e4ngelexemplare&#8220; hervortrat &#8211; dessen  reflexiven Titel man erst jetzt richtig w\u00fcrdigen kann.<\/p>\n<p>Zu den  medizinischen Merkw\u00fcrdigkeiten z\u00e4hlt die unver\u00f6ffentlichte Studie, die  der Weimarer Neuropsychiater Hartmut Ode \u00fcber R\u00fcdiger Safranski  angefertigt hat. Voller Bewunderung f\u00fcr Safranskis multiple  Pers\u00f6nlichkeit, die sich stets dem Autor anverwandelt, \u00fcber den er  gerade eine Biografie schreibt, kommt Ode zu der Erkenntnis, ein  schizoider Zug lasse Safranski nun immer fester daran glauben, er sei  Friedrich Schiller. W\u00e4hrend einer Therapie-Sitzung in Weimar habe ihn  Safranski jedenfalls freundschaftlich &#8222;Johann Wolfgang&#8220; genannt.<\/p>\n<p>Zuletzt  zur Rolle des Sports im Kultur-Konvolut. Es ist nun gekl\u00e4rt, wie  Hobby-Rennradfahrer Peter Sloterdijk 2006 trotz seiner bald 60 Jahre und  \u00fcberwiegend sitzend-semantischer Arbeit auf den mythischen Mont Ventoux  radeln konnte.<\/p>\n<p>Aus dem internen E-Mail Verkehr eines Hotels am  Fu\u00df des Mont Ventouxs wird ersichtlich, dass die Putzfrauen am Tag vor  Sloterdijks Gipfeltour im Badezimmer Epo-Spritzen gefunden haben.<\/p>\n<p>Die  zweieinhalb Stunden Fahrzeit zum Gipfel, die lange Zeit unspektakul\u00e4r  und glaubw\u00fcrdig erschienen, m\u00fcssen nun neu bewertet werden. Es liegen  private Berichte vor, dass Sloterdijk w\u00e4hrend des Aufstiegs die  wichtigsten Reden aus Nietzsches &#8222;Also sprach Zarathustra&#8220; vorgetragen  hat. Allerdings hat der Philosoph den Text nicht einfach nachgesprochen.  Sloterdijk hat Nietzsche gesungen. (Quelle: <a title=\"Link zum Originalartikel bei dradio.de\" href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kulturheute\/1333420\/\" target=\"_blank\">Deutschlandfunk<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align:justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von Julian Assange vertretene Enth\u00fcllungplattform Wikileaks ist \u00fcber die Adressen http:\/\/213.251.145.96\/ http:\/\/204.236.131.131 und wikileaks.ch im Internet weiterhin erreichbar, nachdem der DNS-Provider die Domain wikileaks.org abgeschaltet hat. (Quelle netzpolitik.org) Spannend ist der folgende Bericht von dradio.de, der ank\u00fcndigt, da\u00df Wikileaks demn\u00e4chst Interna aus der deutschen Kulturpolitik ver\u00f6ffentlichen wird: Wikileaks ver\u00f6ffentlicht jetzt auch die Geheimnotizen der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[6,8],"tags":[92,46,64],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128"}],"collection":[{"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=128"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/newsic.net\/kulturpro\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}